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((Bild: Balearen))

Pflanzliche Urlaubsmitbringsel von den Balearen

Die wohl durch uns Deutsche mit am meisten besuchten Ferieninseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera weisen die für den ganzen Mittelmeerraum typische Vegetation auf.
Schaut man sich z. B. die Palmen oder die "stachelblättrigen" Gebüsche und Gestrüppe etwas genauer an, stellt man fest, dass es davon zahlreiche Arten oder Unterarten gibt. Für mich besteht der Reiz ganz einfach darin, möglichst viele verschiedene "Gestrüpp"-Arten zu pflegen. – auch wenn sie mitunter nur wenig dekorativ sind, charakterisieren sie doch das typische Vegetationsbild der Mittelmeerflora mit.


((Bild: Balearen)) ((Bild: Balearen))
Zwei Fotos der Matcchie-Landschaft

Besonders interessant ist dabei die Flora in den Vegetationsgebieten der Macchie (deutsch: Gebüsch, Dickicht), wie man sie häufig auf den Inseln findet. Es handelt sich um weite Gebüschformationen, die nach Jahrtausende langer Nutzung der Menschen als sekundärer Niederwald entstanden. Hier findet man eine große Artenvielfalt an kleinwüchsigeren Pflanzen, die mitunter sogar endemisch wachsen (kommen nur in einem bestimmten Gebiet vor). Die Arten auf die man trifft, sind auf den verschiedenen Inseln und Inselregionen recht unterschiedlich, was man aber erst beim genaueren Hinsehen erkennt, da sie auf den ersten Blick oder aus der Ferne oft gleich aussehen.
Zu Hause kann man die Unterschiede der einzelnen Pflanzen noch besser erkennen und studieren.
Leider besteht fast immer das Problem, dass die Pflanzen kriechend mit langen Auslegern sind und somit kleine Pflänzchen meist keine eigenen Wurzeln haben und damit die Pflegeerfolge bescheiden bleiben.


Hier nun ein Teil
meiner noch jungen
"Balearensammlung"


((Bild: Balearensammlung))


Leider war es mir bisher nicht möglich auch nur eine
dieser Vertreter der Macchie-Flora genau zu
bestimmen. Ich hätte mich am besten vor Ort befragen
sollen. Wahrscheinlich handelt es sich links im Bild
um Stechwacholder und rechts um den
Dornlattich. Die mittlere Pflanze ähnelt dem
auf den Inseln heimischen und häufig vorkommenden
Rosmarin (vgl. weiter unten).

((Bild: Macchie1))
Diese vier Pflanzen ähneln sich zumindest vom weiten
ziemlich stark. Links im Bild handelt es sich um den
Mastixstrauch (Mitbringsel als Pflanze von Ibiza,
vgl. weiter unten). Die zweite Pflanze von links ist der
stechende Mäusedorn, auch Dornmyrthe genannt
(Mitbringsel als Pflanze von Menorca, vgl. weiter
unten). Bei der Pflanze halb rechts gelang mir bisher
die Bestimmung noch nicht und ganz rechts handelt
es sich um den wilden Ölbaum (beides von Mallorca
aus Samen gezogen).

((Bild: Macchie2))
Der Rosmarin, wie er auf Ibiza vielerorts wächst,
wurde als Pflanze mitgebracht. Auch in der Natur
erreicht er bei weitem nicht die kräftige und gedrun-
gene Wuchsform, wie wir sie von unseren Kulturpflan-
zen kennen, die man ab und an im Supermarkt für ein
bis zwei Euro kaufen kann. Aber mein Rosmarin
entstammt der freien Natur Ibizas, und das macht für
mich eben den Reiz aus. Außerdem besitzt dieser
Rosmarin einen weitaus stärkeren Duft, den man an
den Händen schon wahrnimmt, wenn man mit den
Fingern nur ganz leicht über die Pflanze streicht.

((Bild: Rosmarin))
Diese Pflanze ähnelt sehr dem Rosmarin. Erst zu
Hause habe ich gemerkt, dass ich offensichtlich etwas
anderes erwischt hatte. Denn als sie etwas größer
geworden war, der typische Rosmaringeruch ausblieb
und dann noch kleine gelbe Blüten erschienen, war
das endgültig klar. Um welche Pflanze es sich han-
delt, habe ich allerdings noch nicht herausgefunden.

((Bild: stachelpf))
Hier noch einmal der bereits erwähnte stechende
Mäusedorn
. Früher wurde er einmal als Grabschmuck
und für Gebinde verwendet. Auch zählt er zu den
Arzneipflanzen (Venenbeschwerden). In beiden Fällen
handelt es sich um die gleiche Pflanze. In den ersten
beiden Jahren wuchs er überhaupt nicht, im dritten
kamen zwei neue Triebe, die in zwei Wochen ihre volle
Größe erreichten. Dann tat sich erst wieder mal
überhaupt nichts. Im vierten Jahr das gleiche
Schauspiel und die beiden neuen Triebe waren größer
und kräftiger. Nach nur einem Monat schoss dann
plötzlich ein weiterer Trieb in die Höhe und auch alle
anderen erhielten einen Schub. Beide Bilder liegen
zeitlich nur etwa einen Monat auseinander (das
Umtopfen erfolgte erst am Tag der zweiten Fotografie).


Rat und Tipp: Solange eine Pflanze einiger-
maßen grün bleibt: nie aufgeben.

((Bild: Maeusedorn))
Der Mastixstrauch ist ein typischer Vertreter der
Matcchie, der im gesamten Mittelmeergebiet heimisch
und weit verbreitet ist. Als Nutzpflanze dient er wegen
seines Harzes. Als Zierstrauch wird er wegen seiner
großen Schnittverträglichkeit z. B. als Hecken- oder
Randbepflanzung
gehalten, was Sie auf den Bale-
aren
in fast jeder Hotelanlage sehen können.

((Bild: Macchiebuschg))
Da der Mastixstrauch lange Auslegerwurzeln bildet,
an denen dann neue Pflänzchen erscheinen, die noch
keine eigenen Wurzeln besitzen, ist es oft schwierig,
bewurzelte Pflänzchen zu finden. Aber genau das ist
wichtig, ansonsten haben Sie für das Gelingen keine
Chance. Auch hier war ich nach einem Jahr und
mehreren Totalverlusten fast am Aufgeben. Erst nach
etwa anderthalb Jahren erschienen die ersten
zaghaften Neutriebe.


Rat und Tipp: Achten Sie unbedingt darauf,
einige filigrane Wurzeln mit auszugraben die sich in
unmittelbarer Nähe des Schößlings befinden sollten.
Noch besser allerdings ist, einzelne kleine Pflanzen zu
suchen, was aber recht mühsam sein könnte. Treibt
der Mastrixstrauch erst einmal aus, ist sie ziemlich
robust und wegen der starken Verzweigung sicherlich
auch dekorativ. Auch hier gilt: Geduld, solange der
Zögling nur einigermaßen grün bleibt. Stecklinge be-
wurzelten bei mir nicht.

((Bild: Macchiepflanze))
Der chinesische Klebsame findet sich sehr oft in
Gärten auf Menorca und Ibiza. Auf Mallorca ist er mir
noch nicht begegnet. Es handelt sich um einen
Zierstrauch, der als Busch in Formschnitt oder als
Hecke in Gärten wächst. Ursprünglich kommt er aus
China. Es handelt sich also um keine heimische Art
und in freier Natur findet man ihn auf den Balearen
nicht, es sei denn in verwilderten Gärten.

((Bild: Klebsame))
Der Samen im Bild ist noch zu grün,
um zu keimen
Die Anzucht der rechten Pflanze erfolgte aus Samen
(Menorca), die man aber möglichst reif ernten sollte
(Gelbfärbung). Die Pflanze links im Bild wurde 3 Jahre
später mit Wurzeln von Ibiza mitgenommen. Diese
Pflanze wächst kräftiger, als die aus Samen gezogene.
Der chinesische Klebsame blüht von März bis Mai in
Form von weißen, stark duftenden Blütendolden, aller-
dings erst (hoffentlich), wenn sie um einiges größer ist.


Rat und Tipp: Auch wenn man gelbe Samen
findet (etwa ab Ende Juni), sind diese noch nicht ganz
reif. Man sollte sie noch nachreifen lassen. Die
eigentlichen 4 mm großen Samenkörner befinden sich
in den oben abgebildeten Fruchtkapseln und sehen rot
aus. Ist das noch nicht der Fall, sollte man die noch
ganzen Kapseln nachreifen lassen. Da das natürlich
kontrolliert werden muss, besser ein paar mehr
mitnehmen, als benötigt. Stecklinge bewurzelten
übrigens nicht.
((Bild: Klebsame))
Bei diesem Säulenkaktus handelt es sich offensicht-
lich um Austrocylindopuntia subulata. Einen deutschen
Namen konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen.
Gefunden habe ich ihn ausschließlich am Cap de
Cavalleria
im äußersten kargen Norden Menorcas.
Wie er hierher gekommen ist, bleibt mir ein Rätsel,
denn seine Heimat liegt in Südamerika. Als Zimmer-
pflanze ist er mir diese Variante noch nicht begegnet.
Da er robust und pflegeleicht ist scheint er mir dafür
aber gut geeignet zu sein (Wuchshöhe bis ca. 70 cm).


Rat und Tipp: Dekorativer wirkt dieser
Säulenkaktus, wenn man ihn einfach abschneidet, so
dass er sich schon im unteren Bereich verzweigt.
Abgeschnittene Teile (auch die aus der Mitte) eignen
sich als Stecklinge. Im Wasserglas oder besser in
Anzuchterde bewurzeln gelingt problemlos. Die sehr
genügsame Pflanze verträgt auch viel Feuchtigkeit und
relativ wenig Licht. Ab einer gewissen Grenze verliert
er aber die spitzen "Blätter", bildet lange dünne Triebe
und wird damit unansehnlich. Falls das passiert, ein-
fach als Steckling neu anziehen und die Ursachen
beseitigen.

((Bild: Kaktus))

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Fotos: M. Koch Oberweißbach,

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