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((Bild: Kanaren))
Blick vom Alto de Garajonay, dem höchsten Berg La Gomeras; im Hintergrund Teneriffa mit Teide

Pflanzliche Urlaubsmitbringsel von den Kanaren


Die Nordafrika vorgelagerten Kanarischen Inseln
sind seitens ihrer Vegetationsformen recht
unterschiedlich und weisen eine hohe Artenvielfalt
auf. Man trifft auf zahlreiche endemische Pflanzen-
arten
, die oft nur auf einer einzigen Insel vorkommen.
Die Pflanzenwelt hängt gerade auf den
Kanaren ganz entscheidend von der Höhenlage,
Regen und der Bodenbeschaffenheit ab. Die Flora ist
nicht nur von Insel zu Insel äußerst unterschiedlich,
sondern auch je nach dem, wo man sich auf der
jeweiligen Insel befindet. Auf den östlichen Inseln
wie Fuerteventura oder Lanzarote findet man ein
recht trockenes Klima mit einer der Halbwüste
ähnelnden Vegetation. Für den Freund einer
grünen Natur lohnt schon eher ein Besuch von
z. B. Teneriffa mit abwechselungsreichen
Vegetationsgebieten
. Im Süden findet man zwar
die schönsten Badestrände, dafür aber ebenfalls eine
halbwüstenähnliche trockene Landschaft. Das
ändert sich mit dem Aufstieg zum Teide (höchster
Berg, ein beeindruckender noch aktiver Vulkan).
Tagsüber steigt die mit Meerwasser gesättigte Luft
am Teidemassiv auf und sorgt in größeren
Höhenlagen für einen feinen Nieselregen. Auch
bildet der Teide gewissermaßen eine Nieder-
schlagsbarriere zum grünen Inselnorden wo
es allerdings weniger Badestrände gibt. Ähnliches
trifft sicherlich auch auf Gran Canaria oder La
Palma
zu.
((Bild: Teneriffa))
Teneriffa: Im Hintergrund der Teide

Sehr interessant für den Pflanzenfreund ist die Teneriffa vorgelagerte kleine Insel La Gomera mit üppiger Vegetation wie z. B. Baumheide, Ginster, Pinien und ausgedehnten Lorbeerwälder im Inselinneren im krassen Gegensatz zu den trockenen Küstenregionen im Inselsüden. So besitzt La Gomera mehrere recht unterschiedliche Vegetationszonen mit unterschiedlichem Mikroklima. Wegen der Kleinheit der Insel folgen diese eng aneinander gereiht, was bei einer Fahrt mit dem Mietwagen für den Naturbeobachter äußerst beeindruckend ist. Fährt man z. B. vom Badestrand im Inselsüden weiter in das von 500 m bis über 1000 m hochgelegene Inselzentrum mit dem Gebiet des großen Nationalparkes "Garajonay" weiter zum Inselnorden, so wechselt in kürzesten Abständen die Pflanzenwelt. Karge Sträucher, Kanarische Dattelpalmen, Agaven, Kaktusfeigen und Dickblattgewächset im Süden, dann Pinienwälder, dann im Nebelwald (hier sind die Straßen trocken und unter den Bäumen ist es triefend nass) trifft man auf verschiedene Lorbeerarten, bis zu 2 m hohe Farne und in den Hochlagen dominieren Baumheide, Ginster, niedrige Pinien und vieles andere.

((Bild: Vegetationszone))
Die verschiedenen Vegetationszonen La Gomeras sind
hier gut erkannbar: Baumheide und Pinien im Vorder-
grund, der Lorbeerwald des Garajonay-Nationalparkes
im Mittelgrund und im Hintergrund die karge
Küstenlandschaft.

((Bild: Baumheidelandschaft))
La Gomera: Baumheidelandschaft in den Höhenlagen

Hier nun ein Teil meiner
"Kanarensammlung"
der von Teneriffa und
La Gomera stammt


((Bild: Kanarensammlung))


Von der vom amerikanischem Kontinent stam-
menden Tradeskantie (Dreimasterblume)
gibt es ca. 70 Arten. Hier die Zuchtform, wie
sie jeder kennt (frisch gepflanzt). In Gärten
findet man sie mitunter an feuchteren Stand-
orten auch auf verschiedenen Kanaren-
inseln
. Diese stammt aus einem Hotelgarten
von Teneriffa. In der Natur kriechen Trades-
kantien
am Boden entlang, bilden dort immer
wieder neue Wurzelstöcke und werden etwa
bis 1,50 m hoch.

((Bild: Trateskantie1))
In La Gomeras Lorbeerwäldern kommt
eine grüne Tradeskantienart vor, die in der
Wuchshöhe kleiner bleibt. Sie hat durchweg
grüne und kleinere Blätter und die typische
Tradeskantienzeichnung ist schwächer
ausgebildet (frisch gepflanzt). Ob es sich um
eine Naturform oder eingeschleppte Pflanze
handelt, konnte ich nicht herausfinden.

((Bild: Trateskantie2))
Und hier noch eine dritte Tradeskantien-
art (Tradescantia pallida Purpurea), die
allerdings aus einem botanischen Garten
auf Madeira stammt (der Vollständigkeit
halber ist sie hier mit aufgeführt). Sie wirkt
recht robust mit dickeren aber sehr brü-
chigem Stängel. Die größeren Blätter sind
langgezogen und fast durchweg purpurlila
gefärbt. Als Zimmerpflanze ist sie kaum ver-
breitet, obwohl sie dekorativer als die beiden
anderen Arten erscheint, zumindest wenn
man dürre Blätter öfters entfernt und durch
Verjüngung lange kahle Stängel vermeidet.

((Bild: Trateskantie3))
Rat und Tipp: Die Nachzucht gelingt bei allen Trateskantienarten problemlos aus Stecklingen auch ohne Anzuchterde. Die Triebe verdürren und verkahlen mit der Zeit, da die Pflanzen von Natur aus kriechend sind (s. o.), deshalb am besten nach einer gewissen Zeit aus Stecklingen neu anziehen (verjüngen). Möchte man größere Pflanzen weiter erhalten, kann man neue Stecklinge in den gleichen Topf pflanzen. So werden kahle lange Triebe überdeckt und die Pflanze wirkt wieder dekorativer.

((Bild: Trateskantienvergleich))
Hier noch einmal die drei Arten im Vergleich

Eine Wanderung durch die ausgedehnten
Laurisilva-Wälder La Gomeras ist für jeden
Pflanzenfreund ein besonderes Erlebnis.
Frisches grün an lichten Stellen mit noch
jungem Baumbestand, dicht wachsenden
Sträuchern und einer artenreichen Boden-
flora wechseln mit dunklen Altholzbeständen.
Lange Bartflechten hängen dort an den knorri-
gen alten Lorbeerbäumen weit herab.
Man fühlt sich in einen verzauberten
Hexenwald
versetzt.

((Bild: Lorbeerwald))
Im Laurisilva-Wald
auf La Gomera
Um welche der ca. 20 auf Gomera vorkom-
menden Lorbeerarten es sich hier handelt,
weiß ich leider nicht.
Von 10 Pflänzchen aus dem Laurisilvawald
La Gomeras sind bis auf diese eine, leider
alle eingegangen. (Vielleicht lag es an der
ungenügenden Versorgung der Wurzeln
auf dem Nachhauseweg oder der Unter-
bringung im Quartier über mehrere Tage im
Wasserglas).


Rat und Tipp: Durch Einkürzen des
Triebes konnte ich eine frühe Verzweigung
erreichen. Stecklinge bringen hier keinen Erfolg.
Mit Samen liegen mir keine Erfahrungen vor,
wäre aber interessant.
((Bild: Lorbeerpflanze))
Die Kanarische Dattelpalme – eine Phönix-
palme
– ist wie der Name schon sagt, auf allen
Kanarischen Inseln beheimatet.
Wie es scheint, gedeiht sie nirgendwo prächtiger
als auf den Kanaren und insbesondere auf
La Gomera, obwohl sie mittlerweile überall in
maritimen Vegetationsgebieten heimisch ist.
Auf La Gomera ist sie im niedriger gelegenen
und trockneren Terrain, wie rechts im Bild,
überall präsent.

((Bild: Dattelpalme))

Die hier abgebildeten Pflanzen wurden aus Samen
gezogen was allerdings nicht ganz einfach ist.
Die Kanarischen Dattelpalmen gedeihen noch bei für
Palmen erstaunlich wenig Licht, nur der an sich bei
dieser Art schon große Rispenabstand der Blätter
wird dann noch größer.
Im Vordergrund bereits die nächste Generation einer
anderen Phönixart, allerdings von Mallorca stammend,
bei der ein kleinerer Rispenabstand zu erwarten ist.


Rat und Tipp: Oft ist es schwierig, Palmen-
samen
zum Keimen zu bringen. Wichtig ist eine hohe
Bodentemperatur. Es erscheint sinnvoll sich mit nicht
zu wenig Samen zu versorgen und dabei darauf zu
achten, in welchem "Stadium" (noch grün, gelb oder
schon trocken) sich der Samen befindet. Wenn mög-
lich, nehmen Sie von allen Varianten etwas mit und
probieren zu Hause aus, was keimt und was nicht.
Ritzt man die nussartig harten Samen mit einer Feile
o. ä. ein, ohne jedoch das Innere zu beschädigen,
kann das die Keimfreudigkeit steigern.

((Bild: Dattelpalme))
Wer sich über den Erfolg sicher sein möchte, sollte besser kleine Pflanzen mitnehmen, aber unbedingt auf eine gute Versorgung
der Wurzeln
achten.




Die Mandel kultiviert als Baum oder auch in verwil-
derter Form als Strauch, ist in allen maritimen Vege-
tationsgebieten weit verbreitet. Ursprünglich stammt
sie aus China. Selbst in Deutschland kann der Man-
delbaum
in warmen Gebieten (z. B. Weinbaugebieten)
im Freien kultiviert werden. Auch als Zimmerpflan-
ze
ist er im Handel erhältlich und weit verbreitet.
Auf La Gomera trifft man des öfteren auf wild
wachsende Mandelsträucher.





Die hier abgebildete Pflanze wurde aus Samen ge-
zogen. Obwohl die Mandelblüte auf den Kanaren
schon ab Mitte Januar einsetzt, also viel früher als
im Mittelmeerraum, waren die Ende Juni gesam-
melten Früchte noch nicht voll reif und ich musste
sie nachreifen lassen. Die Ausbeute an keimfähi-
gen Kernen blieb gering, aber es gelang (Mandel-
bäumchen
im Bild etwa 1 Jahr alt).


Rat und Tipp: Wie bereits erwähnt keimen auch
nachgereifte Früchte. Zum Nachreifen sollte die grüne
Schale (eigentlich das Fruchtfleisch) an der Frucht ver-
bleiben und vor der Aussaat natürlich entfernt werden.
Auch hier ist es sicher einfacher kleine Pflanzen mitzu-
nehmen, soweit man allerdings solche überhaupt findet.
Mandelbäume vertragen einen Rückschnitt schon sehr
bald, wodurch man eine buschigere Form erhält.

((Bild: Mandel))
Diese kleinwüchsige Pflanze, das spanische Mausohr
(lockerblättriges Aichryson)
bildet schöne Blattroset-
ten
aus und blüht im Frühjahr. Die Blätter der bis zu
30 cm hoch werdenden Pflanze sind weich behaart und
an der Basis mitunter rot gefärbt. Sie kommt nur auf den
Kanaren vor, wurde aber auf dem Festland eingebürgert.
Diese stammt aus höheren Lagen von La Gomera.
Wahrscheinlich fehlt ihr das Licht, was zu diesen langen
kahlen Stängeln führt – ein Beispiel für eine dekorativ
misslungene Aktion, die bestenfalls Erinnerungen dient.


Rat und Tipp: Die Anzucht aus Stecklingen
gelang bei mir nicht. Nach Zurückschneiden (rechts
im Bild) kamen zwar neue Triebe, kümmerten aber
vor sich hin.


((Bild: Mausohr))
Hier eine Pflanze, die im Aussehen unserem Heidekraut
ähnelt. Eine Bestimmung war mir bisher noch nicht mög-
lich. Ich habe sie an lichten Stellen im Laurisilva-Wald
auf La Gomera am Wegrand gefunden. Sie besitzt kleine
Blättchen und bildet viele kleine rosa Blütchen. Bei mir
hat sie jedoch noch nicht geblüht und wenn sie es nicht
bald tut, wird sie neuen Pflanzen weichen müssen.

((Bild: Kleinblatt))
In Gärten anzutreffen ist diese kleine Strauch- oder
Heckenpflanze
. Vielleicht ist es auch eher eine Stau-
de
– ich weiß es nicht. Eine Bestimmung ist mir bisher
noch nicht gelungen, man hätte eben den Hotelgärtner
fragen sollen. Der Anreiz bestand für mich in der Blatt-
zeichnung und den rotgefärbten Pflanzenstielen.
Entdeckt habe ich sie in einem Hotelgarten im Norden
Teneriffas und zu Hause als Stecklinge gezogen.


Rat und Tipp: Die Anzucht aus Stecklingen
gelingt problemlos. Hier handelt es sich um eine über
Stecklinge durchgeführte Verjüngung bereits in der
3. oder 4. Generation. Auch ein Zurückschneiden
gelingt problemlos. Die Pflanze treibt immer wieder
aus. Allerdings ist ein heller Standort wünschenswert,
sonst vergeilt und verkahlt sie mit der Zeit.

((Bild: Gartenpflanze))

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Fotos: M. Koch Oberweißbach,

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