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((Bild: Madeira))

Pflanzliche Urlaubsmitbringsel von Madeira

Madeira – die Blumeninsel war einst mit üppigen Lorbeerwäldern bewachsen. Der fruchtbare Boden, die Feuchtigkeit durch den Nebel der Berge und der Möglichkeit, das Wasser der Gebirgsbäche in sogenannten Levadas zu fassen und für die Bewässerung zu nutzen, ermöglichten einen effizienten Gartenbau. Die bunte Blumenwelt Madeiras ist also "eingeschleppt". Afrikanische Liebesblume, Kapuzinerkresse in Form großer Hecken, Hortensien, wilde Callas u.v.m. prägen die Flora der niederen Lagen Madeiras. In den Höhenlagen und vom Süden nach Norden ändert sich das Landschaftsbild und man findet zahlreiche unterschiedliche Klimaregionen über kurze Entfernung. Im äußersten Süden der Insel findet man ein warmes und recht trockenes Klima. Das ändert sich schnell, sobald man nur ein paar Kilometer weiter in die Berge kommt. Hier wird die Vegetation üppiger. Mit zunehmender Höhenlage zum Inselzentrum hin ändert sich das Landschaftsbild ständig. So trifft man in einer Höhenlage so um die 1000 m sogar auf ausgedehnte Fichtenwälder, wie wir sie in Mitteleuropa finden und auch das Klima erinnert an die deutsche Heimat. In den Hochlagen um die höchsten Berge herum, nimmt der Baumbestand wieder ab und es dominieren Sträucher und bodendeckende Pflanzen. Hier herrscht fast immer ein geradezu schon nasser Nebel und hier beginnen auch die ersten Levadas, die bereits erwähnten Bewässerungsgräben die das gefasste Wasser über viele Kilometer weit auf die Felder leiten. Um Reparaturen an den Kanälen zu ermöglichen, führt an fast jeder Levada ein schmaler Pfad entlang. Auch wenn die Levadas meist nicht mehr genutzt werden, sind diese Pfade gut begehbar und als Wanderwege ausgeschildert oder in Wanderkarten aufgeführt. Im Norden der Insel findet man ein viel milderes und viel feuchteres Klima als im Süden und das Land ist auch im Sommer über weite Strecken mit grünen Gräsern bedeckt.

((Bild: Levada1)) ((Bild: Levada2))
Bild oben: in den Höhenlagen der Insel herrscht fast immer ein feuchter Nebel, der sich hier gerade einmal auflöst.

Bild links: Im Vordergrund ist die Levada zu sehen, und daneben der schmale Pfad, der sich wie so oft, im fast senkrecht abfallendem Gelände eng an die Levada anschmiegt.


Hier nun ein Teil
meiner
"Madeirasammlung"


((Bild: Madeirasammlung))



Ob in freier Landschaft, in Gärten oder wie hier im Bild sogar als dekorative Dachbepflanzung in der Hotelanlage, Schwanenhalsagaven findet man insbesondere im trockneren Süden der Insel fast überall. Größere Exemplare besitzen eine schöne zur Seite geneigte Blattrosette (Rosettendurchmesser bis über 2 m). Wie ein Schwanenhals gebogen wächst bei großen Pflanzen der Agavenblütenstängel aus der Rosette heraus.

((Bild: SchwanhalsDach))

Schwanenhalsagaven kann man in unseren Gärten
als Kübelpflanzen, oder kleinere auch als Zimmerpflan-
zen
kultivieren. Sie kommen mit relativ kleinen Töpfen
in Bezug zu ihrer Größe zurecht. Obwohl sie eher in
sehr trockenen Gegenden gedeihen, vertragen sie im
Topf erstaunlich viel Wasser.
Diese Exemplare entstammen Kindeln, wie sie sehr
zahlreich an größeren Pflanzen auftreten und leicht
abgetrennt werden können.


Rat und Tipp: Sie benötigen sehr viel Licht,
ansonsten bleiben wie hier, die einzelnen Blätter
schmal, die auch in der Natur kahlen Stängel werden
recht lang und durch die Rosettenneigung kann der
Topf leicht umkippen. Unter sehr günstigen Bedingun-
gen kann man seitlich am Stängel Ableger erwarten.
Man kann die Pflanze auch abschneiden, einfach in
der Erde wieder neu bewurzeln und so eine gewisse
Verjüngung erreichen. Die beschnittenen Mutterpflan-
zen
allerdings trieben bei mir nicht wieder aus.

((Bild: Schwanhals))


((Bild: Calla2))
Calla auf Madeira

Diese Callas ( auch Drachenwurz) wurden aus un-
reifen (zu Hause nachgereiften Samen) gezogen und
blühten schon im 2. Jahr. Allerdings bleibt die Blätter-
zahl gering und die gebildeten Blätter verwelken wie-
der, so dass nur wenige Blattstände verbleiben. Das ist
aber auch in der Natur so, im Gegensatz zu unseren
gedrungeneren und mitunter farbigen Zuchtformen,
wie Sie sie aus dem Blumenladen kennen. Ein Kurio-
sum ergab sich in folgendem Umstand:
Aus Platzgründen wurden jeweils 3 Pflanzen in einen
Topf gesetzt. In jedem Topf bekam nur jeweils eine
Pflanze eine Blüte. Also wurden sie auseinander ge-
pflanzt. In den beiden Folgejahren erschien nicht eine
einzige Blüte. Daraufhin wurden jeweils 2 Pflanzen in
einen Topf vereinigt und seitdem blühen sie wieder.
Der Standort wurde dabei nicht verändert.


Rat und Tipp: Auch als Kübelpflanze ist die
Calla geeignet. An milden Standorten kann sogar eine
Überwinterung im Freien gelingen.
Es lohnt sich, unreife Samen zu sammeln. Der Samen
ähnelt Maiskörnern. Zu Hause einfach an einem tro-
ckenen Platz nachreifen lassen. Weisen die Samen
der Calla eine goldgelbe Farbe auf, kann man sie
aussähen.
((Bild: Calla1))
Um welche Art es sich bei den wild wachsenden Aloe-
Hecken
auf Madeira hier handelt weiß ich nicht. Von der
Aloe gibt es Hunderte von Arten und mehrere davon
auch auf Madeira. Die Aloe vera jedenfalls ist es nicht.
Sicherlich wäre es interessant verschiedene Arten zu
kultivieren, aber hier war einfach nichts aus dem Boden
zu bekommen.

((Bild: Aloebusch))
Dieses als Pflänzchen mitgenommene Exemplar ent-
stammt einem Hotelgarten und ist wahrscheinlich Aloe
vera. Sicher allerdings bin ich mir da auch nicht. Jeden-
falls gedeiht sie prächtig, obwohl sie nicht gerade sehr
hell steht und auch an Feuchtigkeit musste sie bisher
einiges ertragen. Die Aussaat der gleichen Art war auch
erfolgreich. Allerdings tun sich die Keimlinge noch etwas
schwer mit dem Wachsen.

((Bild: Aloe))
Die afrikanische Liebesblume, die es auch in weißer
Blütenfarbe gibt, wird weltweit als Zier- und Garten-
pflanze
gehalten, als Kübelpflanze auch bei uns in
Deutschland. Allerdings ist sie nicht winterhart.
Auf Madeira wächst die afrikanische Liebesblume auch
am Straßenrand oder ab und an entlang der Levada-
pfade
. Die Rhizome der Gartenpflanze werden des
öfteren zum Verkauf angeboten. Sie sehen ähnlich wie
der im Supermarkt angebotene Ingwer aus.

Das Rhizom der hier abgebildeten Pflanze wurde an
einer Levada ausgegraben. Dabei ist es nicht immer
einfach, ein geeignetes Rhizom abzutrennen. Ältere
Pflanzen bilden Rhizome, deren Verband sich über
mehrere Meter erstrecken kann.
Das Rhizom des abgebildeten Exemplars verzweigte
sich schon nach zwei Jahren so stark, dass sich Jung-
pflanzen
bildeten, wahrscheinlich aber auf Kosten der
Blühfreudigkeit.

((Bild: LiebesblMadeira))

((Bild: LiebesblBalkon))
Die aus dem östlichen Südamerika stammende
Surinamkirsche erreicht als immergrüner Strauch
oder kleiner Baum eine Wuchshöhen von etwa 5 bis 7 m.
Auf Madeira findet man sie gelegentlich in Hotelgärten.
Ähneln tut sie unserer Sauerkirsche, allerdings mit
einem glatten Stamm und dickeren lederartigen Laub.
Die sauerkirschgroßen Früchte können gegessen wer-
den, schmecken säuerlich und etwas eigenartig nach
Benzol oder ätherischen Ölen, hat also mit unseren
Kirschen wenig zu tun.


Rat und Tipp: Die Surinamkirsche benötigt
einen sehr hellen aber schattigen Standort, ansonsten
verkahlen die Triebe. Man sollte sie regelmäßig gießen.
Trockenheit quittiert sie sehr schnell mit dürrem Laub.
Bei günstigem Standort wird sie in ein paar Jahren zu
groß. Dann sollte sie besser als Kübelpflanze mit war-
men Winterstandort weiter gepflegt werden. Man kann
sie nicht nachziehen. Die Aussaat klappte bei mir nicht.

((Bild: Surinamkirsche))

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Fotos: M. Koch Oberweißbach,

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