Pflanzliche Urlaubsmitbringsel

((Bild: Ratschlag))



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Ratschläge zum Umgang mit pflanzlichen Urlaubsmitbringseln
vor, im und nach dem Urlaub


Auf dieser Seite möchte ich meine Erfahrungen zu diesem Thema weitergeben. In reiner Textform erhalten Sie umfangreiche Informationen, die für den Umgang mit Samen, Stecklingen oder bewurzelten Pflanzen von Bedeutung sind und mehr oder auch weniger von Ihnen beachtet werden können (Sammeln, Lagern, Transportverpackung, sinnvolle Notizen, Kultivierung, Weiterpflege zu Hause u.v.m.). Diese Informationen sind auf Urlaubsflugreisen ebenso von Nutzen, wie im Kurzurlaub oder einem Wochenendtripp &ndash egal ob in den Norden oder Süden.
Auch wenn es vielleicht den Anschein erweckt, dass es sich hier um eine ausführliche Abhandlung für Pflanzenprofis oder Botaniker handelt, so ist das keineswegs der Fall. Gedacht ist die Seite für Liebhaber von Zimmerpflanzen, die im Urlaubsgebiet entdeckte Pflanzen zu Hause pflegen möchten.
Wer sich in den Ferien rein spontan entscheidet Samen oder Pflanzen einfach so mal mitzunehmen, egal ob es was wird oder nicht, muss sich nicht die Mühe machen, alle hier angegebenen Hinweise zu befolgen. Er findet aber dennoch den einen oder anderen nützlichen Tipp.
Wer sich ernsthafter mit dem Gedanken beschäftigt, bestimmte im Urlaubsgebiet angetroffene Pflanzen zu Hause zu kultivieren und deren Anschaffung zum Bestandteil seiner Ferien macht, der kann auf dieser Seite eine hilfreiche Unterstützung finden.


1. vor dem Urlaub

Zuerst sollten Sie sich im Klaren darüber sein, ob Sie Ihre Urlaubsmitbringsel nur als Samen oder auch als Stecklinge oder gar als bewurzelte Pflanzen mit nach Hause nehmen wollen. Denn danach richten sich die Vorbereitungen. Die folgenden Anregungen beziehen sich auf alle 3 Varianten. Am umfangreichsten fallen sie sicherlich bei Flugreisen aus. Bei z. B. Bahnreisen, Tagestouren mit dem Bus oder Fahrten mit dem PKW werden sich einige Hinweise erübrigen.


pictBlume Wenn Ihr Reiseziel feststeht, sollten Sie sich über

  • Zollbestimmungen zur Ausfuhr aus dem Urlaubsgebiet

  • Zollbestimmungen zur Einfuhr in Deutschland und

  • die wichtigsten Naturschutzbestimmungen im Urlaubsgebiet informieren.

So dürfen z. B. Pflanzen oder Pflanzenteile in kleinen Mengen für den Eigenbedarf aus EU-Ländern mitgenommen werden. Nicht mitgenommen werden darf jegliche Art von Erde, es sei denn Sie haben einen vom Zoll akzeptierten Beleg (z. B. Quittung oder Firmenvermerk beim Kauf einer Topfpflanze o. ä.). Komplizierter wird es in Ländern außerhalb der EU. Abgesehen davon, dass die Zollkontrollen intensiver ausfallen können, sind in der Regel auch die Bestimmungen härter.
Sich mit allen Pflanzen vertraut zu machen, die unter Naturschutz stehen, ist in der Regel unmöglich. Sollten Sie jedoch bei Ihren Urlaubsvorbereitungen auf spezielle Arten diesbezüglich hingewiesen werden, ist es sinnvoll sich mit dem Aussehen der entsprechenden Pflanzen &ndash soweit wie möglich &ndash zu beschäftigen. Im Normalfall, falls Sie überhaupt in eine Kontrolle geraten, wird Ihnen nicht viel passieren. Im schlimmsten Fall müssen Sie eben Ihre Mitbringsel wegwerfen. Aber mitunter kann das ganze Manöver auch zu hohen Geldstrafen oder sogar Gefängnis führen. Wer z. B. von den Seychellen eine "Coco de Mer" ohne gültiges Zertifikat ausführt, dem drohen Geldstrafen von mehreren Hundert US-Dollar. Die Ausfuhr von bei Tauchgängen abgebrochenen Korallen können in manchen Ländern bis zu Gefängnisstrafen führen. Man sollte sich also informieren, ob solche Risiken existieren. Hinweise zu Zollbestimmungen gibt es unter http://www.zoll.de und den dort angegebenen Quellen und links. Hinweise zum Artenschutz finden Sie unter http://www.artenschutz-online.de. Umfangreiche Informationen zu Zoll und Artenschutz für Ihre Urlaubsreise erhalten Sie auch in Form einer pdf-Datei unter http://www.zoll.de/e0_downloads/d0_veroeffentlichungen/z1_reisezeit_2009.pdf.


pictBlume Oft ist es angebracht sich schon vor dem Urlaub mit der Pflanzenwelt im Feriengebiet etwas vertraut zu machen.

Mitunter lernt man dabei schon Pflanzen kennen, die einem für eine Mitnahme als geeignet erscheinen. Wenn man es von vornherein auf bestimmte Pflanzen abgesehen hat, ist es günstig vorab zu recherchieren, in welchen Gegenden und in welchen Vegetationsgebieten man diese Pflanzen am Urlaubsort findet.


pictBlume Folgende mitzunehmende Utensilien können sich für Ihre Ferienmitbringsel als sehr nützlich erweisen:
  • kleine beschriftbare Plastikbeutel und/oder Papiertüten für Samen
    Für das Einsammeln von Samen oder Früchten zur Samengewinnung sind luftdurchlässige Papiertüten besser geeignet, als Plastikbeutel, da die Gefahr von Schimmelbildung geringer ist. Wer den Aufwand betreiben möchte, kann sich auch kleine Leinensäckchen nähen, die aber etikettiert werden sollten. Demgegenüber allerdings steht, dass wasserundurchlässige Plastiktüten eine sicherere Aufbewahrung ermöglichen. Am besten man hat vor Ort beides zur Hand. Wer sich nur auf Plastikbeutel beschränkt, sollte immer eine kleine Schere oder Taschenmesser bei sich tragen, um bei größeren Samen oder Früchten ein paar Luftlöcher im Beutel anzubringen.
    Bedenken Sie auch, dass Sie jede Art einzeln verpacken müssen, also besser ein paar Beutel mehr, als zu wenig.

  • größere beschriftbare Plastikbeutel und evt. auch Zellstoff wie z. B. Küchentücher zum Feuchthalten von Stecklingen und bewurzelten Pflanzen oder das hier angebotene synthetische Pflanzensubstrat.
    Sollten Sie sich für das hier angebotene Substrat entscheiden, so sind dafür geeignete Beutel im Lieferumfang mit enthalten. Schaden kann es dennoch nicht, zusätzlich verschieden große Beutel mit auf den Weg zu nehmen und sich am besten schon vor dem Urlaub damit zu versorgen. Näheres erfahren Sie weiter unten an entsprechender Stelle.

  • Verschlussmaterial für die Beutel
    Für das hier angebotene Substrat sind geeignete Verschlussclips im Lieferumfang enthalten. Ansonsten und auch für den Transport von Samen sind Verschlussclips, wie sie für Gefrierbeutel in fast jedem Supermarkt erhältlich sind, gut geeignet.

  • kleine Blumentöpfe oder die hier angebotenen faltbaren Blumentöpfe zum Aufbewahren von Pflanzen mit Wurzeln im Urlaubsquartier
    Wer sich mit bewurzelten Pflanzen versorgen will, sollte auf jeden Fall daran denken, dass diese auch während des Ferienaufenthaltes so schnell wie möglich eingepflanzt werden müssen. Das sollte während des Urlaubs am besten in Gefäßen mit Heimaterde erfolgen. Näheres erfahren Sie weiter unten an entsprechender Stelle.

  • Taschenmesser und Schere
    Sie gehören bei Flugreisen in den Koffer, nicht in das Handgepäck.

  • Blankolisten (Datenblatt) für Vermerke zu den einzelnen Pflanzen anfertigen und Einträge üben
    Fertigen Sie sich schon zu Hause Blankolisten an, zum Eintragen aller benötigten Informationen die Sie für wichtig halten, um später effizient und übersichtlich Notizen über die jeweilige Pflanze machen zu können. Oder nutzen Sie die hier erhältlichen Vordrucke und Unterlagen. Näheres erfahren Sie weiter unten an entsprechender Stelle.
    Üben Sie das Eintragen in die Listen vor dem Urlaub schon mal zu Hause.

  • Kleingerät zum Ausgraben von Pflanzen
    Jeder muss natürlich für sich selbst entscheiden, wie weit er den Aufwand und ggf. die Kofferbelastung treiben will. Auf alle Fälle werden im Handel zahlreiche Kleingeräte angeboten, die sich zum Ausgraben von kleinen Pflanzen eignen. Sie sind in Anbetracht der oft sehr harten oder auch steinigen Böden ein sehr nützliches Utensil. Evt. vorhandene Geräte sollten zwecks Eignung zu Hause schon mal ausprobiert werden.

  • Belichtungsmesser oder Kamera mit Innenlichtmessung
    Ein kleiner Belichtungsmesser der im Reisegepäck kaum Platz weg nimmt, kann sich für die Ermittlung der Lichtverhältnisse am Pflanzenstandort als sehr nützlich erweisen. Wer eh eine Kamera mit Innenlichtmessung bei sich hat, kann diese auch zur Ermittlung von Lichtverhältnissen nutzen. Näheres dazu erfahren Sie weiter unten an entsprechender Stelle.
Sicher lassen sich viele Dinge auch noch im Urlaubsort besorgen, aber warum kostbare Urlaubszeit für Dinge verschwenden, die man vorher erledigen kann?


pictBlume Sie sollten sich vor dem Urlaub schon darüber im Klaren sein:


Welche Möglichkeiten habe ich, den Urlaubsmitbringseln einen artgerechten Standort zu bieten?
Welche Pflanzenansprüche kommen überhaupt in Frage?
Sollen die Mitbringsel aus den Ferien als Zimmerpflanzen, Kübelpflanzen oder Gartenpflanzen (Freiland) kultiviert werden?


Größe der Pflanzen:
Z. B. reizen viele Palmenarten zur Mitnahme, werden aber schon bald nach Bildung der typischen Palmenwedel als Zimmerpflanze zu groß und es findet sich kein geeigneter Standort mehr.

Temperaturverhältnisse:
Gerade im Winter ist oft die Temperatur für viele Pflanzen in Nebenräumen zu niedrig und für andere an manchen Standorten im Sommer zu hoch.

Lichtverhältnisse:
Die Ansprüche der Pflanzen an die Lichtverhältnisse sind von entscheidender Bedeutung. Kümmern Pflanzen vor sich hin, blühen nicht oder bilden lange Triebe mit großem Blattabstand sind fast immer mangelnde Lichtverhältnisse dafür verantwortlich. Diese werden oft verkannt, was an der Adaption der Augenpupille liegt, die zuerst Lichtänderungen wahrnimmt und sich erst nach einer gewissen Zeit an die Lichtverhältnisse anpasst. Gelangt man im Freien in einen dichten Wald oder von der Sonne in den Schatten, empfindet man das als dunkel. Allerdings herrschen dort immer noch bessere Lichtverhältnisse als in den meisten Wohnräumen. Zur Ermittlung der Lichtverhältnisse ist der bereits erwähnte Belichtungsmesser eine große Hilfe. Das können Sie wie folgt testen:
  • Begeben Sie sich mit dem Belichtungsmesser an einem sonnigen Tag ins Freie. Ermitteln Sie die Lichtstärke indem sie den Belichtungsmesser in verschiedene Richtungen waagerecht oder schräg nach unten und nicht in den Himmel halten (die fotografischen Skalen sind uninteressant. Es interessiert nur die Beleuchtungsstärke.). Sie werden feststellen, dass der Wert stark schwankt, denn Sie messen das Licht der reflektierenden Flächen. Schätzen Sie den mittleren angezeigten Wert ab und notieren diesen (Dabei kommt es nicht auf Genauigkeit an, da nur die recht großen Unterschiede der verschiedenen Standorte interessieren).
    Messen Sie am Vormittag oder Nachmittag:
    1. in einem schattigen Wald
    2. an einem lichten aber schattigen Standort
    3. an einem sonnigen freien Standort
    4. in der prallen Mittagssonne.

  • Führen Sie nun Messungen in Ihren Räumlichkeiten in der lichtreichen Jahreszeit an einem sonnigen Tag wie folgt durch:
    Wegen der Vergleichbarkeit hängt die Messzeit von der Lage der reflektierenden Fläche ab. Messen Sie an einem Ostfenster am Vormittag, an einem Süd- oder Nordfenster am Mittag und an einer Wand gegenüber eines Ostfensters wieder am Vormittag. An Standorten, an denen die Lichtverhältnisse nicht so eindeutig bekannt sind, führen Sie zu verschiedenen Tageszeiten Messungen durch und notieren den größten Wert.
    Halten Sie den Belichtungsmesser nicht in Richtung einer starken Lichtquelle, wie z. B. Fenster oder helle Lampe. Sie müssen das von einer Fläche reflektierte Licht messen, also z. B. vom Fenster in Richtung Pflanze (noch besser einer vorgehaltenen Papier- oder Pappfläche o. ä.) in einem Abstand von 20 bis 30 cm. Oder Messen Sie an einer neutralen Wand in unmittelbarer Nähe des geplanten Standortes. Führen Sie diese Messungen in den verschiedenen Räumen an den geplanten oder vorhandenen Pflanzenstandorten durch. Vergleichen Sie die gemessenen Werte mit denen im Freien.
Die notierten Zahlen sind nicht bei jedem Gerät die Beleuchtungsstärke in Lux, aber dieser direkt proportional. Das heißt mit den gemessenen Zahlen und deren Vergleich haben Sie Ihren Belichtungsmesser quasi auf die Helligkeit der Standorte "geeicht". Die Zahlenwerte sind aber nicht auf einen anderen Belichtungsmesser übertragbar. Wollen Sie Ihre Werte mit Angaben vergleichen, die Sie in manchen Pflanzenratgebern finden, müssen Sie in Lux umrechnen, entweder mit Hilfe der Beschreibung des Belichtungsmessers (falls möglich) oder mit Hilfe der "fotografischen Daten": Stellen Sie dazu am Belichtungsmesser 18 DIN (50 ASA) ein. Ermitteln Sie den Blendwert bei einer Belichtungszeit von 1/30 sec. Entnehmen Sie die Beleuchtungsstärke in Lux der Tabelle unten.
Falls Sie die Messungen mit einer Kamera mit Innenlichtmessung durchführen, erhalten Sie in der Regel keine Werte für die Beleuchtungsstärke, können aber die "fotografischen Werte" umrechnen. Gehen Sie hier wie folgt vor:

Stellen Sie die Filmempfindlichkeit auf 18 DIN (50 ASA) ein.

Stellen Sie die Belichtungszeit auf 1/30 sec. ein und ermitteln Sie mit der Innenlichtmessung den erforderlichen Blendwert.

Reicht an einem Standort die Belichtungszeit nach oben oder unten nicht mehr aus, um einen entsprechenden Blendwert an der Kamera einzustellen, müssen Sie die Belichtungszeit ändern und den erhaltenen Blendenwert auf 1/30 sec umrechnen. Dabei entspricht die Änderung eines Blendwertes der doppelten bzw. halben Belichtungszeit und umgekehrt. Die so erhaltenen Werte können Sie als Helligkeitsmaß am Pflanzenstandort zu Vergleichszwecken verwenden. Die Messwerte sind genauer als die des Belichtungsmessers und verschiedene Geräte sind auch vergleichbar.

((UmrechnungLux))



Und nun für diejenigen, denen das Ganze zu aufwändig oder zu kompliziert ist:
Hier eine Beispieltabelle mit Belichtungswerten und Beleuchtungsstärken verschiedener Standorte. Diese Werte geben einen groben Überblick über die Lichtverhältnisse der verschiedenen Standorte.

((Luxwerte))


All das sind aber nur Richtlinien. Im Endeffekt hilft nur "Ausprobieren". Zum Beispiel steht bei mir eine kanarische Dattelpalme seit Jahren unter Lichtverhältnissen von weniger als 500 Lux und ein herkömmliches Einblatt blüht regelmäßig am gleichen Standort.


pictBlume Formulare als Blankolisten zum Eintragen aller wichtigen Details über Ihre Urlaubsmitbringsel, nennen wir sie Pflanzendatenblatt


Wenn sie später eine möglichst artgerechte Haltung der Pflanzen erreichen möchten, unbekannte Pflanzen im Nachhinein bestimmen wollen, eine spätere Vermehrung oder Verjüngung erreicht werden soll und vieles mehr, sind umfangreiche Informationen von großem Nutzen. Alle Samen durcheinander zu würfeln und mal sehen was daraus wird, oder später gar nicht mehr wissen, wann und in welcher Ecke der Welt eine Pflanze gefunden wurde, besitzt als extremstes Gegenstück sicher auch seine Reize. Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, wie weit er den Aufwand treiben will und muss sich nicht in jedem Punkt nach dieser Auflistung richten. Hier ist alles was wichtig sein könnte aufgeführt:
  • Blattnummer:
    Das Sammelgut braucht dann nur noch mit dieser Nummer versehen zu werden, alle Details finden sich in dem entsprechenden Datenblatt mit der jeweiligen Nummer.

  • Datum

  • Name der Pflanze
    Wenn Sie es auf bestimmte Pflanzen abgesehen haben, kennen Sie den Pflanzennamen. Tragen Sie hier auch Synonyme und wenn möglich die englische und lateinische Bezeichnung ein. Das kann sehr hilfreich sein, falls Sie am Urlaubsort mehr über die Pflanze erfahren möchten (z. B. Befragung Hotelgärtner, Personal im botanischen Garten, Infotafeln etc.). Kennen Sie den Pflanzennamen nicht, können Sie ihn evt. am Urlaubsort erfragen und dann eintragen.

  • Fotonummer
    Fertigen Sie insbesondere von unbekannten Pflanzen Fotos an, auch von Blättern, Blüten oder Früchten und notieren Sie die Nummern der Fotos um Verwechslungen vorzubeugen. Wer eine Digitalkamera verwendet, kann die Fotos z. B. dem Hotelgärtner oder anderen Personen vorzeigen, um den Namen der Pflanze zu erfahren. Ansonsten sind die Fotos auch später zur Pflanzenbestimmung sehr hilfreich.

  • Variante der Mitnahme (Samen, Steckling, bewurzelte Pflanze)
    Wenn Sie später zu Hause mit Pflanzen-Datenblättern arbeiten möchten, sind getrennte Datenblätter für jede betroffene Variante erforderlich. Im Urlaub genügt eines. Verwenden Sie hier und für die folgenden Zeilen oder Spalten Abkürzungen. Legen Sie sich aber dafür eine Legende an, damit Sie später die Kürzel richtig deuten können.

  • Pflanzenbeschreibung
    Der wohl umfassendste Punkt ist die Beschreibung aller wichtigen Details zu der jeweiligen Pflanze Verwenden Sie auch hier soweit es geht Kürzel, z. B. Ba (Baum), St (Strauch), Sd (Staude), etc.
    In diese Zeilen oder Spalten gehören Information über:
    • Wuchshöhe; Wuchsform (Baum, Strauch, Staude etc.); unter Umständen Wurzel Herzwurzel, Rhizom, Knolle, etc.); Stamm/Stengel (Aussehen, verholzt, Dornen, Stacheln, etc.);
    • Belaubung; Blattform (länglich, eiförmig, rund, etc.); Blattbeschaffenheit (fleischig, ledrig, weich, etc.) Blattfarbe (dunkelgrün, blaugrün, etc.); Blattadern (netzartig, grätenartig, etc.)
    • Blütenform (glockenförmig, Schmetterlingsblüte, etc.); Blüten-/Fruchtstand (Dolde, Rispe, etc.), Blütenfarbe;
    • Frucht; Samen;
    Sie können diese Rubrik auch den obigen Stichpunkten entsprechend unterteilen.

  • Land
    Staat

  • Region
    Distrikt, Bezirk, Insel, usw. Oft sind am Urlaubsort als Informationsmaterial Karten kostenlos erhältlich. Versorgen Sie sich reichlich mit solchem Material, denn Sie können den Fundort von Pflanzen dann grob in die Karten eintragen.

  • Klimazone
    Notieren Sie sich, welcher Klimazone der Standort zuzuordnen ist wie z. B. tropisch, subtropisch, gemäßigt, etc.

  • Höhenlage
    Die Höhenlage des Standortes können Sie schätzen. Mitunter erfähren Sie Ihn auch aus den oben genannten Kartenmaterial.
  • Biotop
    Notieren Sie sich, wo Sie die Pflanze gefunden haben, (Laubwald, Regenwald, Nebelwald, Wiese, Feld oder Acker, etc.).

  • Jahreszeit, Durchschnittstemperatur
    Schätzen Sie die Durchschnittstemperatur zum Zeitpunkt Ihres Aufenthaltes und tragen Sie diese später mit Hilfe von Klimatabellen auch für die anderen Jahreszeiten nach.

  • Jahreszeit, Niederschlag
    Schätzen Sie die Niederschläge zum Zeitpunkt Ihres Aufenthaltes und tragen Sie diese später mit Hilfe von Klimatabellen auch für die anderen Jahreszeiten nach (z. B. Sommer/wenig Regen, Herbst/viel Regen, Winter/Schnee, etc.).

  • Bodenbeschaffenheit
    (z. B. Sandboden, felsiger Boden, Lehmboden, Ackerland, kaum Mutterboden, vulkanischer Boden, etc.)

  • Feuchtigkeitsverhältnisse
    (z. B. trocken, wenig feucht, feucht, sehr feucht, morastig, am Wasser, im Wasser etc.)

  • Lichtverhältnisse
    Beachten Sie bei den Lichtverhältnissen, dass diese in der Regel im Tagesverlauf wechseln Bei Verwendung eines Belichtungsmessers können Sie die Beleuchtungsstärke, wie weiter oben beschrieben mit heranziehen. Dennoch macht es Sinn die Lichtverhältnisse verbal einzuschätzen. Z. B. volle Sonne, teilweise Sonne, schattig sehr hell, schattig hell, schattig dunkel, schattig sehr dunkel, etc.

  • bekannte Pflanzen, die Sie am gleichen Standort antreffen
    Falls zutreffend, notieren Sie sich, welche Ihnen bekannten Pflanzen Sie am gleichen Standort antreffen. An Hand dieser Informationen können Sie später ermitteln, welche Ansprüche diese Pflanzen stellen und Rückschlüsse auf die von Ihnen mitgenommene, unbekannte Pflanze ziehen.

  • Sonstiges, Bemerkungen
    Lassen Sie am Ende des Datenblattes Platz für Notizen aller eventueller Angaben zu der Pflanze, die in das Schema nicht einordenbar sind.

Wie bereits erwähnt, obliegt es Ihnen, welchen Aufwand Sie betreiben möchten. Entscheiden Sie selbst, welche Informationen Ihnen wichtig sind und welche nicht. Fertigen Sie sich am besten vorgedruckte Tabellen an, in die Sie dann im Urlaub alles für Sie Wichtige eintragen können. Wer möchte, kann ein hier angebotenes Blankoformular für ein Pflanzendatenblatt erhalten. Dazu gehört auch eine ausführliche Legende, in der alle möglichen Details wie z. B. Blüten-, Blatt- oder Früchte- und Samenklassifikationen aufgeführt sind. Diese Klassifikationen entsprechen nicht immer biologisch/wissenschaftlichen Kriterien (das wäre zu kompliziert), sondern sind allgemeinverständlich gehalten. Damit ist die Legende auch eine Erläuterung zu den jeweils sinnvollen Eintragungen und erleichtert es Ihnen unterwegs, diese vollständig vorzunehmen. Dieses vorgefertigtes Blanko-Datenblatt sowie weitere Vordrucke und auch alle diese Ausführungen können Sie gegen einen geringen Obolus als pdf-Datei erhalten.
Informieren Sie sich hier: Vordrucke und Unterlagen
Auf alle Fälle ist es sinnvoll, schon vor dem Urlaub die entsprechenden Einträge an Hand irgendwelcher Pflanzen zu üben. Dann geht Ihnen im Urlaub alles schneller und unkomplizierter von der Hand.



2. im Urlaub


pictBlume Allgemeine Hinweise



Wenn Sie Ihren Urlaub angetreten haben und sich auf erste Erkundungstouren im Feriengebiet begeben, treffen Sie meist schon auf interessante Pflanzen. Man nimmt sich dann vor diese in irgend einer geeigneten Form zum Urlaubs-ende mitzunehmen. Findet man diese in unmittelbarer Nähe der Unterkunft, oder sind diese Pflanzen allgegenwärtig, ist das in der Regel auch kein Problem. Nicht selten allerdings passiert es, dass man in den letzten Urlaubstagen nicht mehr zum Standort der betroffenen Pflanzen gelangt oder keine geeigneten Exemplare findet. Also ist es sinnvoll, sich beim ersten Antreffen solcher Pflanzen schon eine kurze Notiz zu machen, um sich bei der nächsten Gelegenheit mit entsprechendem Material zu versorgen. Damit ergibt sich das Problem der Lagerung im Urlaubsquartier. Näheres dazu erfahren Sie weiter unten an entsprechender Stelle.
Mitunter finden sich interessante Pflanzen schon im Hotelgarten, oder man stößt auf sie beim Besuch eines botanischen Gartens. Sicherlich ist es dann unproblematisch, etwas herumliegenden Samen aufzusammeln. Sollte man sich allerdings entscheiden diesen von den Pflanzen (in der Regel als Früchte) zu pflücken, Stecklinge zu schneiden oder gar Pflanzen mitzunehmen, sollte man besser den Hotelgärtner oder das Personal fragen, meist sind diese sehr zugänglich und man erspart sich unter Umständen eine Menge Ärger. Sich mit diesem Personal gut zu stellen, kann auch von Nutzen sein, um sich &ndash wie bereits erwähnt &ndash nach anderen Pflanzen z. B. an Hand eines Fotos, deren Vorkommen, Naturschutz etc. zu erkundigen.
Vorsicht ist beim Umgang mit allen unbekannten Pflanzen oder deren Pflanzenteilen geboten, denn es könnte sich um Giftpflanzen handeln.
Sollte man sich nun für die Mitnahme von Samen, Stecklingen oder bewurzelten Pflanzen entscheiden? Am einfachsten zu handhaben sind sicherlich Samen &ndash soweit vorhanden, am aufwändigsten bewurzelte Pflanzen. Die höchste Erfolgsrate haben Sie natürlich bei Nutzung aller drei Varianten. Es kommt also darauf an, wie wichtig die jeweilige Pflanze für Sie ist.
Denken Sie auf jeden Fall daran, schon am Standort ein Datenblatt für die jeweilige Pflanze auszufüllen, denn im Nachhinein ist das oft schwierig.


pictBlume Sammeln und Lagern von Samen



In der Regel sind es Samen enthaltende Früchte die sie vorfinden und von den Pflanzen oder auf dem Boden einsammeln können. Mit Früchten sind hier natürlich auch Schoten, Fruchtkapseln, Nüsse usw. gemeint. Früchte oder Samen sollten immer schattig aufbewahrt werden, keinesfalls in der prallen Sonne. Nun stellt sich die Frage, ob man die ganze Frucht oder den von allem anderen befreiten Samen vom Fundort mitnehmen sollte. Das hängt wieder ganz davon ab, in welchem Zustand sich die Früchte befinden:
  • Reife und feste Früchte
    Ganze Früchte sammeln und im Urlaubsquartier einen Teil davon vom Fruchtfleisch befreien, die Samen in Wasser reinigen und auf Zellstoff trocknen lassen; den Rest der Früchte luftig, trocken und wenn möglich kühl lagern. Halten sich die Früchte, kann man dann beides mitnehmen. Beim Transport sind hier Papiertüten gegenüber Plastebeutel vorzuziehen. Plastebeutel sollte man mit den Früchten entsprechenden großen Luftlöchern versehen. Zu Hause kann man ggf. beide Varianten zur Aussaat bringen.

  • Reife und weiche oder angegangene Früchte Am sinnvollsten wäre es, die Samengewinnung bereits am Fundort durchzuführen. Aber schon aus Wassermangel ist das oft problematisch. Dann sollte man diese Arbeit sobald als möglich durchführen und mit dem Samen wie oben verfahren.

  • unreife Früchte
    Unreife Früchte können durchaus zum Erfolg führen, wenn man sie nachreifen lässt. Allerdings sind die Chancen wesentlich geringer, vor allem auch weil der Reifegrad oft nicht bekannt ist. Hier empfiehlt sich zum Nachreifen zu Hause und evt. auch schon im Quartier verschiedene Standorte auszuprobieren (volle Sonne, dunkel und kühl, usw.). Also bedenken Sie das schon bei der zu sammelnden Menge.

  • trockene Fruchtkapseln, Schoten, Nussartige, etc.
    Eigentlich ist es hier egal, hängt aber natürlich von der Samengröße ab. Kleine Samenkörner sollte man in der Umhüllung belassen. Findet man an den Pflanzen und vor allem am Boden getrocknetes Material, oder wie oft bei den nussartigen Früchten von Palmen, verschiedene "Versionen", ist es angebracht von all diesen "Versionen" etwas mitzunehmen und dann zu Hause gekennzeichnet in verschiedene Gefäße auszusähen. Der Grund dafür ist: Trockene Früchte können sich schon seit Jahren an den Pflanzen befinden und sind dann nicht mehr keimfähig oder enthalten keinen Samen mehr, was nicht immer zu erkennen ist. Gleiches gilt beim Aufsammeln vom Boden. Andererseits können bei manchen Arten länger liegende Früchte oder Samen besser zum Keimen gebracht werden, als frische. Die Lagerung sollte vor allem an einem trockenem Standort erfolgen.

  • unterschiedlicher Reifezustand von Früchten an der Pflanze
    In warmen Ländern, insbesondere in den Tropen fruktifizieren manche Pflanzen mehrmals im Jahr oder gar das ganze Jahr über. Das heißt man findet mitunter Knospen, Blüten und Früchte gleichzeitig. Das ist natürlich für eine Pflanzenbestimmung günstig. Aber gerade hier sollte besonders darauf geachtet werden, dass man wirklich reife Samen sammelt, sich also mehrere Pflanzen anschaut um letztlich herauszufinden, was wirklich reif ist und was nicht.


pictBlume Schneiden und Lagern von Stecklingen


Ob sich Pflanzen zur Vermehrung durch Stecklinge eignen oder nicht, erkennt man oft schon, wenn man sich die Pflanze genauer anschaut. Besitzt sie in den Blattachsen bereits Ansätze von Wurzeln oder breitet sie sich kriechend unter Bildung von Ablegern aus, ist sie in der Regel dafür geeignet. Allerdings heißt das umgekehrt nicht, dass andere Pflanzen nicht bewurzeln. Jungen Azaleentrieben z. B. sieht man es überhaupt nicht an und dennoch werden sie fast ausschließlich, selbst in Gärtnereien, über Stecklinge vermehrt. In solchen Fällen hilft nur dem Gefühl zu folgen und "Versuch macht klug". Oft kommt es bei manchen Pflanzen auf den Verholzungsgrad des Stecklings an. Wer also seine Chancen einer Bewurzelung erhöhen möchte, sollte ggf. Stecklinge mit unterschiedlichem Verholzungsgrad schneiden.
Auf längeren Tagestouren wird die Lagerung von Stecklingen etwas problematisch. Ein am Morgen geschnittener Trieb, den ganzen Tag trocken durch die Gegend getragen, macht am Abend oft einen erbärmlichen Eindruck und führt in den allerseltensten Fällen zum Erfolg. Entweder schneidet man nur dann, wenn man innerhalb von einer halben Stunde die Stecklinge ins Wasser stellen kann, oder man sorgt gleich nach dem Schneiden für die entsprechende Feuchtigkeit, was in jedem Fall der bessere Weg ist. Das bedeutet allerdings, dass man eine Flasche mit Wasser bei sich führen muss. Sinnvoller Weise erfolgt dann die Versorgung der Stecklinge folgendermaßen:

Die erste Variante:
Man sollte noch etwas Zellstoff, die bereits erwähnten Plastebeutel und etwas zum Befestigen des Zellstoffs an der Pflanze sowie zum Verschließen des Beutels zur Hand haben.
Nicht mehr als vier Stecklinge auf einmal mit dem Zellstoff unten umwickeln und dabei am unteren Ende einschlagen; den Zellstoff am Steckling nicht zu fest mit Draht, Gummi, Strick oder Clip fixieren und mit Wasser durchtränken; ist die Öffnung der Wasserflasche groß genug, kann man das "Paket" tauchen, das geht schneller und spart Wasser.
Das Paket in einen Plastebeutel stellen und diesen direkt über dem Zellstoff verschließen. Wenn Sie den ganzen Steckling im Plastebeutel unterbringen und dann verschließen, ist keine Belüftung und Atmung möglich. Aber wenn das schon sein muss, z. B. um austretende Feuchtigkeit zu vermeiden, darf das Paket auf keinen Fall der Sonne ausgesetzt werden. Der Beutel kann wie ein Brennglas wirken, dazu der Treibhauseffekt und der Steckling verdirbt in kürzester Zeit.
Auch wenn das den Aufwand weiter erhöht, sollte man die Feuchtigkeit alle 1 bis 2 Stunden – je nach Wetterlage – kontrollieren und ggf. den Zellstoff neu befeuchten.

Die zweite Variante:
Anstatt Zellstoff kann man natürlich auch etwas Erde verwenden. Das Zellstoffumwickeln und Fixieren entfällt und die Erde hält meistens die Feuchtigkeit besser. Weiter verfährt man wie oben. Allerdings wird das Ganze zu einer ziemlich matschigen Angelegenheit.

Die dritte Variante: Das Ganze geht aber auch wesentlich einfacher, zeitsparender und eleganter: Hervorragend geeignet ist das speziell für den Transport und auch für diesen Anwendungsfall entwickelte, nur hier erhältliche synthetische Pflanzensubstrat, dass folgende Vorteile bietet:
  • Es können wesentlich mehr Stecklinge in einem Paket untergebracht werden, da sich das Substrat um alle Stängel verteilt.

  • Das Fixieren von Zellstoff entfällt und der Arbeitsaufwand am Standort verringert sich erheblich.

  • Die Stecklinge werden dauerhaft &ndash selbst über Tage, sogar Wochen feucht gehalten und der Aufwand des ständigen Befeuchtens entfällt.

  • Egal wie sie das Paket lagern, selbst kopfstehend käme es zu keinem Wasseraustritt.

  • Damit entfällt auch eine vollständige Umhüllung der Stecklinge, Belüftung und Atmung sind gewährleistet und es kommt zu keinen Treibhauseffekten.

  • Selbst wenn es zu Verunreinigungen durch das Substrat kommt, ist dies ganz leicht flecken- und rückstandsfrei auswaschbar.

  • Die Stecklinge können bis einschließlich Nachhausetransport selbst über Wochen im Substrat verbleiben, ohne sich groß um die Feuchtigkeit kümmern zu müssen.
Da die Stecklinge länger im Substrat verbleiben, sollten sie gleich am Standort mit Wasser abgespült werden. Wie alles funktioniert erfahren Sie hier: synthetisches Pflanzensubstrat

Im Urlaubsquartier angekommen, sind die Stecklinge ausgiebig mit Wasser abzuspülen, um evt. vorhandene Schädlinge so gut wie möglich zu entfernen und nicht mit nach Hause zu schleppen.
Anschließend werden Sie, wie Sie ggf. frisch angeschnitten und ins Wasser gestellt.


pictBlume Ausgraben und Lagern bewurzelter Pflanzen



Schon nach dem Ausgraben ist auf Krankheiten an den Wurzeln zu achten (z. B. Knöllchen, Wurmbefall, Insekten etc.). Kommt einem etwas verdächtig vor, sollte man mit anderen Pflanzen an anderen Standorten vergleichen.

Bewurzelte Pflanzen sollten am besten gleich nach dem Ausgraben in Erde gesetzt und etwas angegossen werden. Wer keine Platz- oder Gewichtprobleme hat, also z. B. den Pkw in der Nähe, sollte die Pflanzen gleich in entsprechenden Pflanzgefäßen unterbringen. Das erspart den Pflänzchen Stress und Ihnen Arbeit, da sie im Urlaubsquartier nicht neu eingepflanzt werden müssen.
Verwendet werden können kleine Blumentöpfe, wie sie auch in Gärtnereien zum Einsatz kommen. Auf Flugreisen können Sie sich am Urlaubsort mit Joghurtbechern o. ä. versorgen. Verwenden Sie möglichst keine Gläser oder Behälter, die zwecks Wasserabfluss nicht mit einem Loch am Boden versehen werden können. Durchsichtige Behälter sind auch weniger geeignet und wenn schon, dann keinesfalls in die Sonne stellen.
Wenn Sie bei der Anreise Platz sparen wollen oder am Ferienort Ihre Zeit nicht mit der Suche nach geeigneten Gefäßen verbringen möchten, können Sie sich hier mit "faltbaren Blumentöpfen" versorgen.
Wer auf das Pflanzen am Standort verzichten möchte, sollte die Pflanzen wie bei Stecklingen in feuchten Zellstoff einschlagen, dann aber jede Pflanze einzeln.
Da es keine Nährstoffe enthält, ist das hier angebotene synthetische Substrat nur geeignet, wenn die Pflanzen nicht länger als 4 bis 5 Tage im Substrat verbleiben. Es kann aber zum Transport auf dem Heimweg sehr sinnvoll eingesetzt werden, denn dafür wurde es entwickelt. Näheres dazu erfahren Sie weiter unten an entsprechender Stelle.
Denken Sie daran die Pflanzen im Quartier intensiv mit Wasser abzuspülen und anzugießen.

Auf folgende Details sollte beim Ausgraben von Pflanzen besonders geachtet weren:
  • Manche Pflanzen vermehren sich unter der Erde an den Wurzeln der Mutterpflanze oder bilden lange Ausleger. Kleine Triebe haben noch keine eigenen Wurzeln und man muss des öfteren Ausschau halten, um geeignete Pflanzen zu finden. Klappt das nicht, muss ein Stück Hauptwurzel der Mutterpflanze ausgegraben werden, um genügend Wurzelwerk zu erhalten und das ist oft sehr mühsam. Wurzelwerk sollte dann möglichst beidseitig in der Nähe des neuen Triebes vorhanden sein.

  • Andere Pflanzen bilden sogenannte Herzwurzeln aus. Man sollte sich auf ganz kleine Pflänzchen konzentrieren, da die Herzwurzel tief in den Boden reicht. Wird die Herzwurzel beschädigt, erhält die Pflanze später nicht ihre natürliche Wuchsform oder geht ganz ein.

  • Bei Pflanzen mit Rhizomen (z. B. in Supermärkten erhältlicher Ingwer in Stücken sind Rhizome) können die Rhizome mit einem scharfen Messer durchtrennt werden. Günstig ist, wenn man mindestens 1 bis 2 Stücke zwischen den Einschnürungen erhält.

  • Pflanzen mit weitverzweigten filigranen Wurzeln kann man an der Wurzel etwas einkürzen.

  • Besitzt die Pflanze unterschiedlich lange Triebe, können die langen Triebe eingekürzt werden. Man sollte dabei aber darauf achten, 2 bis 3 kleinere ganz zu lassen.

pictBlume Verpackung und Transport auf dem Heimweg


Bei Tagesausflügen entfallen alle hier aufgeführten Hinweise, da ja Ihr Sammelgut direkt in der Wohnung ankommt.

Samen
Kontrollieren Sie Samen und Früchte vor der Abreise noch einmal auf Schimmelbildung. Versuchen Sie bei größeren Samen den Schimmel mit einem trockenen Tuch zu entfernen, sortieren Sie die schlechten Samen aus und wechseln Sie wenn möglich auch den Beutel. Achten Sie beim Verpacken unbedingt auf die Kennzeichnung entsprechend der Nummer auf dem Datenblatt. Verpacken Sie die Samen möglichst luftig in kleine Papiertüten oder Leinensäckchen.

Stecklinge
Verwenden Sie das hier angebotene synthetische Pflanzensubstrat, brauchen Sie sich um nichts weiter zu kümmern. Die Stecklinge können problemlos auch liegend transportiert werden. Vermeiden Sie aber, das Substrat stärker zusammenzudrücken, denn dann könnten Wasser und Substrat austreten. Außerdem schadet das eh den Stecklingen.
Beim Transport in Zellstoff müssen die Stecklinge vor der Abreise wie weiter oben schon beschrieben erneut versorgt werden. Bereits gebildete Wurzeln bleiben so verpackt kaum erhalten. Stecklinge aus dem Wasserglas können vor der Abreise auch in synthetisches Pflanzensubstrat verpackt werden.
Erde für das Verpacken zu verwenden, wäre nicht nur wegen evt. Zollbestimmungen unangebracht, sondern auch wegen der Handhabe.

bewurzelte Pflanzen Hier gilt eigentlich das Gleiche, wie für Stecklinge.
Die hier angebotenen faltbaren Blumentöpfe sind für den Transport völlig ungeeignet, können also entsorgt werden. Der Transport in Behelfstöpfen kommt sicher nur bedingt in Frage, wenn man wenig Pflanzen und damit Töpfe hat. Allerdings hat die Mitnahme der heimischen Muttererde in den Töpfen auch seine Vorteile.
Das synthetische Pflanzensubstrat ist ursprünglich eigens für den Transport entwickelt worden und hat sich bestens bewährt. Lesen Sie hier wie es geht: synthetisches Pflanzensubstrat.




3. nach dem Urlaub

Aus dem Urlaub zurückgekommen, sollten Sie sich so schnell als möglich, noch vor dem Kofferauspacken um Ihre Ferienmitbringsel kümmern, je eher desto besser.

Samen und Früchte
Samen sollten noch einmal auf Schimmelbildung untersucht werden. Jetzt können Sie Schimmelbildung auch nass entfernen und die Samen anschließend wieder trocknen.
Insbesondere reife, weiche und angeschimmelte Früchte sollten schnell zur Samengewinnung weiterverarbeitet werden.
Alle anderen Früchte oder Samen, die zur Lagerung geeignet sind, werden erst einmal an einen kühlen, trockenen und luftigen Standort gebracht. Die Raumtemperatur sollte aber nicht unter 10 °C liegen.
Dabei ist immer darauf zu achten, dass die Zuordnung zum jeweiligen Datenblatt erhalten bleibt.

Stecklinge
Bei Verwendung des synthetischen Pflanzensubstrates ist dieses jetzt zu entfernen. Beachten Sie dazu unbedingt die der Anleitung beiliegenden Hinweise oder lesen Sie unter synthetisches Pflanzensubstrat nach.
Bevor Sie die Pflanzen in Wasser stellen, kontrollieren Sie nocheinmal die Stielbasis. An der Stielbasis aufgeweichte oder angegangene Stecklinge sind mit einem neuen Anschnitt zu versehen. Da Sie die Ansprüche der Pflanzen noch nicht genügend kennen, stellen Sie die Stecklinge erst einmal an einen "neutralen" Standort, d. h. nicht sonnig aber hell und möglichst bei 18 ° bis 22 °. Stecklinge und bewurzelte Pflanzen können von Schädlingen oder Krankheiten befallen sein, was im Frühstadium nur schwer erkennbar ist. Deshalb sollten sie erst einmal 3 bis 4 Wochen unter "Quarantäne" stehen, sich also nicht gegenseitig berühren und schon gar nicht mit evt. für Sie wertvollen anderen Zimmerpflanzen. Auf diese Quarantäne sollte vor allem auch beim Handieren mit den Pflanzen geachtet werden.
Wer den Stecklingen etwas gutes tun möchte, kann sie mit warmen Wasser besprühen. So können sie erst einmal ein paar Tage stehen bleiben.

bewurzelte Pflanzen
Alle bewurzelten Pflanzen sollten so schnell als möglich eingetopft werden. Das ist aus Zeitgründen nach dem Urlaub oft nicht einfach.
Sind die Pflanzen nur mit Zellstoff umwickelt kommt man darum nicht herum.
In Behelfstöpfen können sie erst einmal ein paar Tage stehen bleiben, man sollte allerdings beim Gießen vorsichtig sein. Da die Töpfe noch keine Drainageschicht haben, ist die Gefahr von Staunässebildung groß.
Auch Pflanzen die mit synthetischem Substrat versorgt sind halten ohne Probleme ein paar Tage durch.
Achten Sie auch hier darauf, dass die Pflanzen 3 bis 4 Wochen unter "Quarantäne" stehen.




4. Aussaat, Stecklinge bewurzeln, Eintopfen, Weiterpflege und Kultivierung zu Hause





pictBlume Allgemeines


Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen um Ihren ungestümen Forscherdrang freien Lauf zu gewähren. Es gibt viele Möglichkeiten, mit den Pflanzenmitbringseln aus dem Urlaub herum zu experimentieren, um die besten Erfolge zu erzielen. Dazu gibt es unter den folgenden Punkten einige Hinweise die Sie natürlich nicht pedant und penibel befolgen müssen. Suchen Sie sich einfach aus, was Ihnen vom Aufwand her und Ihren Gegebenheiten sinnvoll erscheint. An langweiligen Abenden können Sie mit Hilfe Ihres Datenblattes eine Bestimmung der Ihnen unbekannten Pflanzen versuchen. Kennen Sie die Namen, finden Sie mitunter auch weitere Details und können so Ihr Pflanzendatenblatt präzisieren, um eine artgerechtere Haltung zu erreichen. Dabei ist das Internet ganz nützlich, auch wenn die Suche oft zur Verzweiflung führt. Haben Sie digitale Fotos angefertigt sind auch diese für Vergleichszwecke brauchbar z. B. auch falls Sie an irgendwelchen Pflanzenforen teilnehmen möchten, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Auch können Sie sich ein weiteres Formular erstellen, in welchem Sie alles protokollieren, was Sie mit Ihren Samen und Pflanzen so anstellen. Nennen wir es Pflanzenprotokoll. Solche Informationen können z. B. auch dann wichtig sein, wenn Sie später wieder zu einem der Pflanzenstandorte gelangen und sich – diesmal ausgerüstet mit reichen Erfahrungen – erneut mit Material versorgen wollen.
Einen jeweils entsprechenden Vordruck zum Protokollieren für Samen, Stecklinge und bewurzelte Pflanzen erhalten Sie ebenfalls unter: Vordrucke und Unterlagen



pictBlume Die Aussaat


Die Aussaat erfolgt im Allgemeinen so wie in den meisten Pflanzenbüchern beschrieben und darauf soll hier im Detail nicht näher eingegangen werden. Hier nur einige zusätzliche Tipps für Ihre oft unbekannten Exoten:
  • Manche Pflanzenarten (z. B. Kiwi) sind Lichtkeimer, dass bedeutet, die Samen müssen auf der Erde liegen. Da Sie in der Regel darüber nichts wissen, probieren Sie besser beides aus (Samen auf und in der Erde).

  • Quellen Sie die Samen vor der Aussaat generell einen Tag in warmen Wasser an. Nussartige Samen bereiten Probleme oder benötigen oft eine lange Keimzeit. Sie können die nussartige Schale (z. B. bei Palmen) mit einer kleinen Feile einritzen, natürlich ohne das Innere zu beschädigen. Das sollte den Keimvorgang ermöglichen oder beschleunigen.

  • Bei manchen größeren Samen kann die Lage von Bedeutung sein (welche Seite oben oder unten). Probieren Sie also die verschiedenen Varianten aus.

  • Der Standort sollte generell möglichst hell, aber ohne pralle Mittagssonne gewählt werden. Die Temperatur sollte bei Samen aus südlichen Ländern möglichst hoch sein (manche Pflanzen keimen nur bei Bodentemperaturen von über 25 °C oder gar 30 °C). Wenn Sie über genügend Samen verfügen, können Sie ggf. verschiedene Standorte ausprobieren.

  • Oft ist es nach den Ferien schon recht spät im Jahresverlauf, die Tage werden kürzer und es ist nicht gerade der günstigste Zeitpunkt zur Aussaat. Versuchen Sie es trotzdem, denn Sie wissen nicht, wie lange der Samen keimfähig bleibt. Keimen die Samen nicht, heben Sie sich einige bis ins nächste späte Frühjahr auf und versuchen Sie es erneut. Lagern Sie die Samen wie oben beschrieben.

  • Eine starke direkte Beleuchtungsquelle kann von Nutzen sein.

  • Ein Quarantäne für aus Samen gezogene Pflanzen kann entfallen.
Haben Sie kleine Pflänzchen erhalten verfahren Sie danach weiter, wie unter "bewurzelte Pflanzen" beschrieben.

pictBlume Das können Sie protokollieren:

Pflanzennummer aus dem Pflanzendatenblatt; Nummer des Aussaatgefäßes (bei mehreren Aussaatgefäßen mit der gleichen Art); Pflanzenname; Datum der Aussaat; Standortinformationen; Bodentemperatur

. . . und bei Erfolg nach dem Keimen:
Keimzeit; Lichtkeimer oder nicht; welche Varianten waren erfolgreich und welche nicht sowie alle Details wie bei bewurzelten Pflanzen



pictBlume Stecklinge bewurzeln


Das Bewurzeln von Stecklingen erfolgt im Allgemeinen so wie in den meisten Pflanzenbüchern beschrieben auch darauf soll hier im Detail nicht näher eingegangen werden. Hier nur einige zusätzliche Tipps für Ihre oft unbekannten Exoten:
  • Bekanntlich gibt es zwei grundsätzliche Methoden, die Bewurzelung im Wasserglas, oder direkt in Anzuchterde. Wenn möglich probieren Sie beides aus. Ansonsten sollte die 2. Variante vorgezogen werden.

  • Haben Stecklinge nicht bereits Wurzeln gebildet, ist es sinnvoll sie neu anzuschneiden. In der Regel gedeihen kleine Stecklinge mit 3 bis 5 Blattansätzen besser als zu große. Auch hier gilt, "Versuch macht klug".

  • Um den Befall von Schädlingen oder Fäulnis zu verhindern ist Aktivkohle sehr hilfreich. Das ist nichts anderes als z. B. gemahlene Holzkohle, wie Sie sie zum Grillen verwenden. Wer noch eine alte elektrische Kaffeemühle besitzt, kann sich diese ganz leicht selbst herstellen, ansonsten können Sie auch etwas Holzkohle in einem Mörser oder manuell zerdrücken &ndash Sie benötigen nur eine kleine Menge. Zum Bewurzeln in Erde tauchen Sie die Stecklinge vor dem Pflanzen einfach in die Aktivkohle, so dass die Schnittkante völlig damit bedeckt ist. Zum Bewurzeln von Stecklinge in Wasser geben Sie kleine Holzkohlestücke in das Wasser.

  • Auch hier gilt, Standort möglichst hell, aber ohne pralle Mittagssonne. Die Temperatur sollte der mittleren Temperatur im Ursprungsland entsprechen. Wenn Sie über genügend Stecklinge verfügen, probieren Sie verschiedene Standorte aus.

  • Achten Sie beim Handieren und der Standortwahl auf die Quarantäne.

  • Regelmäßiges Besprühen der Stecklinge zur Erhöhung der Luftfeuchte begünstigt die Bewurzelung und macht sie in manchen Fällen überhaupt erst möglich. Verwenden Sie warmes Wasser. Da der Sprühvorgang dem Wasser zusätzlich Wärme entzieht, kann es in der Sprühflasche fast heiß sein. Machen Sie einen Sprühtest am Unterarm. Zu kaltes Wasser kann auf die Pflanze wie ein Schock wirken.

  • Wenn Sie Stecklinge in Wasser bewurzeln, wechseln Sie dieses alle ein bis zwei Wochen.

  • Verfügen Sie, wo zutreffend, über Stecklinge mit verschiedenen Verholzungsgrad, kann auch hier über den Beschnitt variiert werden.
Haben Sie kleine Pflänzchen erhalten verfahren Sie danach weiter, wie unter "bewurzelte Pflanzen" beschrieben.

pictBlume Das können Sie protokollieren:

Pflanzennummer aus dem Pflanzendatenblatt; Nummer des Gefäßes (bei mehreren Gefäßen mit der gleichen Art); Pflanzenname; Datum; Variante der Bewurzelung; Verholzungsgrad; Boden- oder Wassertemperatur; Standortinformationen

. . . und bei Erfolg nach dem Bewurzeln: Zeitraum der Bewurzelung; welche Varianten waren erfolgreich und welche nicht sowie alle Details wie bei bewurzelten Pflanzen



pictBlume Bewurzelte Pflanzen eintopfen und Weiterpflege


Wurde das synthetische Transportsubstrate verwendet, ist dieses jetzt zu entfernen. Beachten Sie dazu unbedingt die der Anleitung beiliegenden Hinweise oder lesen Sie unter synthetische Pflanzensubstrat nach.
Haben Sie in Ihren Ferien die Pflanzen in Gefäße mit Heimaterde gesetzt und auch so nach Hause transportiert, sollten Sie diese auch weiter verwenden, denn daran sind die Pflanzen gewöhnt. Wird diese dann in den verwendeten Blumentöpfen nur durch herkömmliche Blumenerde ergänzt, fällt den Pflanzen die Umstellung leichter.
Ansonsten gelten für das Eintopfen die Hinweise, wie Sie sie in jedem Pflanzenbeschreibungsbuch finden und Details erübrigen sich.

Wenn Sie schon in den Ferien daran gedacht haben, sich mit mehreren Stecklingen oder Pflanzen zu versorgen (bei gekeimten Samen ist das eh der Fall), können Sie bei der Kultivierung experimentieren, was Standort, Temperatur, Feuchtigkeit etc. betrifft, um die günstigsten Halterungsbedingungen herauszufinden, ohne z. B. eine einzelne Pflanze immer wieder umstellen zu müssen.
Wer es ganz genau nimmt, kann mit verschiedenen Erdarten experimentieren, seine eigenen Erden zusammen mischen, verschiedene Dünger ausprobieren oder den Vegetationszyklus variieren usw. Allgemeine Hinweise dazu gibt es in verschiedenen Pflanzenbeschreibungsbüchern und führen hier zu weit.


pictBlume Das können Sie protokollieren:

Pflanzennummer aus dem Pflanzendatenblatt; Nummer des Gefäßes (bei mehreren Gefäßen mit der gleichen Art); Pflanzenname; durchschnittliche Temperatur Sommer; durchschnittliche Temperatur Winter; Beleuchtungsstärke; relative Luftfeuchtigkeit; verwendete Erdart (Substrat); Ruhezeit von/bis (die Zeit in der die Pflanze nicht wächst); Wachstumsperiode von/bis (die Zeit in der die Pflanze austreibt); Blütezeit; Standortinformationen; Düngerart; Düngergaben; Datum Umtopfen


. . . und nun viel Freude mit Ihren Urlaubsmitbringseln


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Fotos: M. Koch Oberweißbach,

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